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Vorteile des Fastens

Über Jahrtausende hinweg haben Menschen gefastet um sich körperlich und spirituell zu reinigen, und um ihren Körpern von Giftstoffen zu befreien oder auch zu verjüngen. Die Motivation für diese Praktiken basierten in der Regel ausschließlich auf anekdotischen Erfahrungswerten.

Allerdings wird heutzutage nach und nach klar, dass an diesen historischen Gründen für das Fasten mehr dran ist, als man zunächst einmal vermutet.

Der offensichtlichste Vorteil des Fastens ist, dass der damit verbundene Reduktion von Übergewicht. Allerdings gibt es eine Vielzahl anderer positiver Effekte die erst heutzutage nach und nach in wissenschaftlichen Studien bestätigt und untersucht werden.

Gewichtsabnahme

Der Hauptgrund warum Menschen heutzutage fasten ist der Wunsch Gewicht zu verlieren.1)

Da beim Fasten weniger Mahlzeiten konsumiert werden, werden in der Regel auch automatisch weniger Kalorien aufgenommen.

Außerdem führt Fasten zur Produktion von Hormonen wie Insulin oder Noradrenaline, die entscheidend dabei helfen Gewicht zu verlieren.2) Insbesondere durch Intervallfasten kann der Körperstoffwechsel (Metabolismus) um 3.6–14% erhöht werden.3)

Zusammengefasst, führt Fasten also nicht nur zu einer Reduktion der täglichen Kalorienaufnahme, sondern auch dazu, dass mehr Kalorien verbrannt werden. In der Folge kann durch regelmäßiges Fasten bis zu 8% des Körpergewichts und bis zu 7% Tallienumfang in einem Zeitraum von 24 Wochen abgebaut werden.4)

Im Gegensatz dazu, erreicht man in der Regel bei den meisten Diäten schnell ein Plateau und kein weiterer Gewichtsverlust ist möglich. Außerdem kommt es häufig zum berühmten „Jo-Jo“-Effekt, also der schnelle Zunahme von Gewicht nach der Beendigung einer Diät.

Der Hauptgrund hierfür ist, dass die meisten Diäten nur zum Ziel haben, dass pro Tag weniger Kalorien aufgenommen werden. Allerdings kann es durch diesen eindimensionalen Ansatz schnell passieren, dass der Körperstoffwechsel „einschläft“ und sich der Körper auf die reduzierte Kalorienzufuhr anpasst indem er weniger Kalorien verbrennt.

Für bestimmte Varianten des Fastens wurde in wissenschaftlichen Studien bestätigt, dass ein kontinuierlicher Gewichtsverlust möglich ist.5)

Außerdem wird beim Fasten deutlich weniger Muskelmasse abgebaut, als wenn einfach nur die täglichen Kalorien reduziert werden.6)

Allerdings sind all diese Ergebnisse nur dann gültig, wenn sich in der Zeit zwischen den Fastenperioden gesund Ernährt wird und nicht übermäßig Kalorien konsumiert werden.

Zusammenfassung

Der menschlichte Körper verliert Gewicht wenn mehr Kalorien verbraucht als aufgenommen werden. Fasten beinflusst beide Seiten dieser Gleichung entscheidend. Einerseits werden weniger Mahlzeiten konsumiert und deswegen nur eine reduzierte Kalorienzahl aufgenommen. Andererseits erhöht sich durch das Fasten auch die basale Stoffwechselrate (Grundumsatz), sodass insgesamt mehr Kalorien pro Tag verbraucht werden.7) Dies ist der Hauptunterschied des Fastens gegenüber anderer Methode zur Gewichtsabnahme, bei denen üblicherweise nur die Kalorienzufuhr beschränkt wird.

Weitere Informationen zu Auswirkungen des Fastens auf den menschlichen Körper sind hier zusammengefasst.

Weitere gesundheitliche Vorteile

Zusätzlich zum möglichen Gewichtsverlust gibt es eine Reihe weiterer positiver Nebeneffekte des Fastens.

  • Durch Fasten kann die Insulinresistenz und damit der Blutzuckerspiegel um bis zu 6% reduziert werden. Außerdem kann der Insulinspiegel während des Fasten um bis zu 31% reduziert werden. Diese Beobachtungen werden mit einem reduzierten Diabetes Typ 2 Risiko in Verbindung gebracht.8)
  • Außerdem haben mehrere Studien eine Reduktion von Entzündungsmarkern im Blut festgestellt, was darauf hindeuteten kann, dass die Symptome chronischer Krankheiten gemildert werden.9). Desweiteren gibt es erste Hinweise, dass Intervallfasten bei chronischen Krankheiten wie Arthrose, Bluthochdruck oder auch Migräne helfen kann.10).
  • Durch Intervallfasten kann der LDL Cholesterinspiegel und der Anteil an Triglyceriden im Blut reduziert werden. Zusammen mit der Reduktion der Insulinresistenz und der Entzündungsmarker im Blut deutet dies darauf hin, dass das Risiko an einer Herzerkrankung zu erkranken, entscheidend gesenkt werden kann.11)
  • In Tierstudien wurde ein Zusammenhang zwischen Intervallfasten und einem reduziertem Krebsrisiko festgestellt.12)
  • Außerdem wurde in Tierstudien ein Zusammenhang zwischen Intervallfasten und einer erhöhten Lebenserwartung beobachtet.13)
  • In mehreren Studien wurde ein Anstieg des Hormons BDNF bei Studienteilnehmern die regelmäßig Fasten festgestellt. Da das Hormon BDNF entscheidend an der Produktion neuer Nervenzellen beteiligt ist, wird vermutet, dass durch Fasten das Alzheimerrisiko minimiert werden kann.14)
  • Fasten kann auch dabei helfen chronische Krankheitssymptome zu lindern. Beispielsweise konnte in einer Studie ein signifikanter Rückgang der Migräneattacken bei knapp 90% der Patienten festgestellt werden.15)
7)
A. M. Johnstone, P. Faber, E. R. Gibney, M. Elia, G. Horgan, B. E. Golden, and R. J. Stubbs, “Effect of an Acute Fast on Energy Compensation and Feeding Behaviour in Lean Men and Women,” International Journal of Obesity 26, no. 12 (2002): 1623–8, Zauner et al., “Resting Energy Expenditure in Short-Term Starvation Is Increased as a Result of an Increase in Serum Norepinephrine.”
15)
Lipecki R. Klinische Studie zur Effizienz einer kombinierten Heilfastenbehandlung als Migränetherapie. Inaugural-Dissertation Universität Würzburg. 1990, 53 S.
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vorteile.txt · Zuletzt geändert: 2018/09/24 17:45 von Jakob Berg