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Heilfasten

Beim Heilfasten wird, anders als beim Intervallfasten, über mehrere Tage hinweg gefastet. Außerdem werden Fastenkuren durchgeführt und nicht regelmäßig gefastet wie es typischerweise beim Intervallfasten der Fall ist.

Die Dauer der Fastenkur hängt von den persönlichen Vorlieben ab und prinzipiell ist von einem Tag bis 40 Tage alles möglich.1) Eine typische Fastenkur dauert 5-10 Tage.

Außerdem gibt es verschiedenste Varianten des Heilfastens. Bei manchen Varianten wird komplett auf all Kalorien verzichtet, während bei anderen Varianten beispielsweise Gemüsebrühe erlaubt ist. Zudem ist bei vielen Heilfastenkuren eine Darmentleerung fester Bestandteil. Allerdings unterscheiden sich alle Varianten klar vom Konsumfasten, bei dem nur auf spezielle Lebensmittel wie Fleisch verzichtet wird, wie es häufig in der christlichen Fastenzeit praktiziert wird.

Warum Heilfasten?

Während das Ziel beim Intervallfasten in Regel ist Gewicht zu verlieren, stehen beim Heilfasten in der Regel gesundheitliche und spirituelle Aspekte im Vordergrund. Beim Heilfasten ist die Gefahr eines Jo-Jo Effekt deutlich höher als bei einer dauerhaften Ernährungsumstellung oder eben auch beim Intervallfasten.

Das Ziel ist häufig den Körper zu reinigen, Gifte während der Fastenperiode auszuschwemmen und dem Körper Zeit zu geben sich selbst zu heilen.

In der Vergangenheit basierte die Motivation zu fasten vor allem aus Erfahrungswerten und Beobachtungen, dass kranke Menschen und Tiere üblicherweise nichts essen und es somit eine Verbindung zwischen der Heilung des Körpers und dem Fasten gibt. Mittlerweile gibt es allerdings auch eine Reihe von Studien, die solche Ideen wissenschaftlich untermauern.

  • Heilfasten kann beispielsweise die Symptome chronischer Krankheiten wie Rheumatoider Arthritis lindern.2)
  • Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass eine Fastenkur die Wirksamkeit einer Chemotherapie verbessert.3)

Neben diesen körperlichen Aspekten, gibt es auch eine Reihe psychologischer Aspekte.

  • Viele Fastende berichten von Hochgefühlen während der Fastenzeit.4) Als Hauptgrund für dieses Phänomen wird vermutet, dass beim Fasten erhöhte Mengen des Hormons Serotonin freigesetzt werden.5)
  • Außerdem gibt es erste Hinweise darauf, dass durch Heilfasten effektiv die Konzentration von Stresshormonen reduziert werden kann. Dies wiederum deutet möglicherweise darauf hin, dass Fasten auch bei Depressionen helfen kann.6)
  • Außerdem hat das Fasten für viele Menschen einen besonderen Symbolcharakter. Das Ende einer Fastenkur wird häufig als Startpunkt, beispielsweise für eine gesündere Ernährung gewählt. Ein praktischer Aspekt hierbei ist, dass vielen Fastenden nach einer Fastenkur Süßigkeiten und besonders salzige Speisen nicht mehr als wohlschmeckend wahrgenommen werden. Stattdessen werden natürliche Lebensmittel als leckerer und feinere Nuancen in Lebensmitteln besser wahrgenommen.

Welche Arten des Heilfastens gibt es?

Beim Standard-Heilfasten wird während der Fastenperiode ausschließlich Wasser konsumiert. Andere Getränke und alle Lebensmittel sind tabu. Häufig spricht man hierbei auch vom Wasserfasten.

Eine extrem populäre Alternative ist das sogenannte Saftfasten. Die bekannteste Art des Saftfastens ist als Fasten nach Buchinger bekannt. Bei dieser Variante des Heilfastens ist neben Wasser auch der Konsum von beispielsweise Gemüsebrühe erlaubt.

Weitere Alternativen sind das Molkefasten, Basenfasten oder auch das Schleimfasten.

Heilfasten Regeln

  • Vor einer Fastenkur sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, um mögliche Komplikationen im Voraus ausschließen zu können. Sollte eine akute Erkrankung vorliegen sollte nur unter ärztlicher Aufsicht, beispielsweise in einer Fasten-Klinik durchgeführt werden.
  • Keine Fastenkur durchführen sollten Menschen mit Untergewicht, Problemen mit Essstörungen, stark Übergewichtige Menschen (BMI > 45) und Menschen mit Organerkrankungen.
  • Außerdem sollte man beachten, dass Fasten die Wirkungsweise der Anti-Baby-Pille beeinflussen kann.
  • Eine Fastenkur ist nur dann wirklich heilend wenn auf alle Gifte verzichtet wird, insbesondere Drogen, Alkohol, Koffein und Nikotin.
  • Während einer Fastenkur sollten ausreichende Mengen an Elektrolyte konsumiert werden, beispielsweise in der Form von Mineralwasser oder Gemüsebrühe.
  • Nach einer längeren Fastenperiode sollte man es vermeiden direkt wieder zur normalen Ernährung überzugehen. Stattdessen sollte innerhalb von rund 4 Aufbautagen der Körper wieder an den Konsum normaler Nahrung gewöhnt werden. An den Aufbautagen sollte nur eine reduzierte Kalorienzahl konsumiert werden und außerdem ausschließlich leicht verdauliche Lebensmittel.
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heilfasten.txt · Zuletzt geändert: 2018/09/24 18:36 von Jakob Berg